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Ernährungsumstellung

Fenja (hier ca. 12 - 13 Wochen alt) verteidigt erfolgreich ihr erstes Küken

Der einfachste Weg ist sicherlich, sich an einen barfenden Züchter zu wenden. Diese Kitten sind rohes Fleisch gewöhnt und der Umstellungsprozess fällt komplett weg.

Doch was ist, wenn man schon Katzen im Hause hat und man diese umstellen möchte?

Zuerst einmal müssen Sie sich bewusst sein, dass es unter Katzen viele kleine Dickköpfe gibt, die nichts essen, was sie nicht kennen. Das ganze nennt sich "Neophobie".
Solche Katzen machen es dem Menschen unter Umständen sehr, sehr schwer, sie an rohes Fleisch zu gewöhnen.
Andere Katzen mögen rohes Fleisch sehr gerne. Hier hat es der Besitzer einfacher.

 

Umstellung auf Nassfutter

Wenn Ihre Katze momentan vor allem Trockenfutter bekommt und dieses auch noch zur freien Verfügung herumsteht, sollten Sie Ihre Katze zuerst auf hochwertiges Nassfutter umstellen.
Die Konsistenz von Dosenfutter ist der vom Fleisch ähnlicher, als der vom Trockenfutter.
Ebenfalls enthält Dosenfutter zwischen 70 - 80% Feuchtigkeit; in der Höhe, wie es beim Barfen auch angestrebt wird.

Wenn Ihre Katze partout nicht an Nassfutter geht, beginnen Sie das bisher verwendete Trockenfutter etwas zu befeuchten. Es kann sein, dass Sie das Trockenfutter anfänglich mit nur wenigen Tropfen befeuchten können, damit es Ihre Katze noch frisst. Nach und nach können Sie die Feuchtigkeit erhöhen.
Zudem führen Sie feste Fütterungszeiten ein. Für erwachsene Katzen mindestens zwei Fütterungen, morgens und abends. Bei Kitten füttern Sie vier- bis fünfmal täglich.

Jetzt wird es langsam schwieriger, denn Sie wollen den Nassfutteranteil, sprich Dosenfutter, erhöhen.
Besorgen Sie sich hierfür Eiswürfelbehälter, falls diese nicht im Haushalt vorhanden sind.
Öffnen Sie eine Dose und füllen Sie das Dosenfleisch in die Eiswürfelbehälter. Ab damit in den Tiefkühlschrank.
Tauen Sie nun jeden Tag einen Eiswürfel auf. Diesen mischen Sie der Katze unter ihr eingeweichtes Trockenfutter.
Anfänglich kann es sein, dass Sie gerade mal homöopathische Dosen des Nassfutters verwenden können, weil Ihre Katze das Futter ansonsten verweigert.
Erhöhen Sie nach und nach die Menge an Nassfutter und reduzieren Sie das Trockenfutter.
Wenn Ihre Katze das Futter verweigert, gehen Sie immer zu dem Schritt zurück, als Ihre Katze das Futter noch gefressen hat.

Wenn Ihre Katze Nassfutter akzeptiert, haben Sie einen ersten großen Erfolg erzielt!

Gewöhnung an Fleisch

Eine Katze an rohes Fleisch kann schwierig werden, muss aber nicht!

Versuchen Sie Ihrer Katze anfänglich kleine Stückchen Hühner- oder Putenbrust pur anzubieten. Natürlich roh. Auch Hühnerherzen werden recht schnell akzeptiert.
Rindergulasch oder Rinderhack eignet sich nur bedingt zur Umstellung, denn oftmals wird Rind von Katzen nicht vertragen und die Katze übergibt sich nach dem Verzehr. Viele Katzenhalter sind dann schnell der Annahme, dass Ihre Katze Fleisch allgemein nicht verträgt. Diese Annahme ist jedoch nicht korrekt. Geflügel ist im Allgemeinen verträglicher.

Wenn Ihre Katze rohes Fleisch mag, dann ist das super! Bleiben Sie jetzt am Ball und füttern Sie bis zu 20% rohes Fleisch. 200g Fleisch pro Woche ist ein guter Wert. Diese Menge können Sie pro Woche an einem Tag oder verteilt in einer Woche verfüttern. Probieren Sie unterschiedliche Fleischsorten aus.

Wenn Ihre Katze das rohe Fleisch verschmäht, können Sie ein paar Trockenfutterbrocken im Mörser zerkleinern und das rohe Fleisch damit panieren. Viele Katzen wurden mit dieser Methode an rohes Fleisch gewöhnt.

Ebenfalls können Sie etwas Rohfleisch mit Dosenfutter mischen. Anfänglich nur wenig Fleisch und viel Dosenfutter. Nach und nach die Menge an Dosenfutter reduzieren und die Fleischmenge erhöhen.

Wenn auch das nicht funktioniert, kochen Sie das Fleisch und versuchen Sie es zu verfüttern. Verwenden Sie gegebenenfalls zusätzlich ein paar gemörserte Trockenfutterkrümel oder etwas Dosenfutter, um es Ihrer Katze schmackhafter zu machen.
Verkürzen Sie nach und nach die Garzeit, bis es komplett roh gefüttert wird.
Auch bei gekochtem Fleisch, bleiben Sie bitte vorerst bei 200g Fleisch pro Woche!

 

Die Supplemente

Supplemente können ebenso eine große Hürde sein.
Die Zusätze sollten Sie, während Sie noch bei den 20% (200g) Rohfutter pro Woche bleiben, langsam einschleichen.
Geben Sie diese nach und nach, notfalls in "homöopathischen" Dosen, hinzu.

Setzen Sie anfänglich eine Messerspitze Taurin zu. Streuen Sie das Taurin nicht einfach über das Fleisch, sondern vermischen Sie Taurin mit etwas Wasser und geben Sie es zum Fleisch.

Wenn das problemlos klappt, mahlen Sie rohe Eierschalen. Pro 100g Fleisch können Sie nun anfangen 0,5g gemahlene Eierschalen hinzuzufügen. Anfänglich müssen es noch nicht die vollen 0,5g sein. Möglicherweise muss es zu Beginn weniger sein.

Als nächstes verwenden Sie wenige Krümel Salz.

Sie können nun auch versuchen einmal ein anderes Supplement, wie z.B. easy B.a.r.F. hinzufügen.
Man gibt 1g davon auf 100g Fleisch. Anfänglich kann die Dosis geringer ausfallen.

Etwas Gänse- oder Schweineschmalz erhitzt, und über das Fleisch träufeln, so dass sich die Katze daran gewöhnt.

Nach und nach haben Sie alle Supplemente in Ihre Katze gekriegt? Super! Jetzt können Sie versuchen, komplette Mahlzeiten komplett zu supplementieren. Sie können nun die 20%-Marke durchbrechen und zum Beispiel auf 50% Barf hochgehen!

Jetzt wird gebarft

Jetzt wird es langsam ernst.

In der Zwischenzeit haben Sie sich sicherlich bei dubarfst angemeldet und kennen auch den dortigen Kalkulator.
Berechnen Sie damit Ihre Katzenmahlzeiten. Die Mitglieder dieser Community werden Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und werden Ihre Rezepte überprüfen, welche Sie im Forum einstellen.
Wenn alles in Ordnung ist, dann kann es ja losgehen.

Versuchen Sie anfänglich, Ihrer Katze die Supplemente täglich frisch über das Futter zu geben.
Wenn es funktioniert, können Sie auch versuchen, die Supplemente mit dem Fleisch einzufrieren. Wenn das klappt, dauert das Füttern nur noch genauso lange, wie eine Dose zu öffnen.

Falls Ihre Katze die Supplemente jedoch lieber frisch über dem Futter haben möchte, dann akzeptieren Sie das.
Berechnen Sie Ihre Rezepte, und bereiten Sie das Fleisch für den Tiefkühlschrank vor und frieren Sie es ein.
Die Supplemente geben Sie in eine Dose, notieren Sie auf der Dose, für wie viele Tage und für welches Rezept es ist und geben Sie die Supplemente dann frisch mit etwas Wasser über das Futter.

Verwenden Sie anfänglich weniger Wasser als notwendig, damit sich Ihre Katze an das Wasser langsam gewöhnt. Steigern Sie die Menge vorsichtig.

 

Es klappt? Prima!

Wir freuen uns mit Ihnen, dass Sie es geschafft haben Ihre Katze auf eine artgerechte Ernährung umzustellen.

Bedenken Sie, dass sich nun der Kotabsatz und die Menge verringert. Meist wird nur alle 2 Tage Kot abgesetzt.
Ihre Katze wird es Ihnen mit einem starken Immunsystem, wunderbar glänzendem Fell und sehr viel Zuneigung danken. :)

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