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Barfen bei CNI / Struvit- oder Oxalatsteinen

Bei der nierenkranken Katzen muss man auf niedrige Calcium- und Phosphorgesamtwerte achten.
Dies bedeutet, dass man keine Knochen verfüttert, ohne Knochenmehl supplementiert und bei den Supplementen für das Fleisch darauf achtet, dass kein zusätzliches Phosphor in das Futter gerät.

Bei der natürlichen Supplementierung lässt man daher die Bierhefe weg und ergänzt das Futter mit künstlichen B-Vitaminen (z.B. von Ratiopharm) aus der Apotheke.
Künstliche Supplemente wie Nekton Cat-M / Catfortan und Vitakalk / Trixie Aufbaukalk sollten aufgrund des hohen Phosphorgehaltes nicht verwendet werden.
Auf Menschenvitamine, wie zum Beispiel Centrum A-Z sollte man ebenfalls verzichten. Neben Phosphor enthält es Vitamin C, welches eine Vorstufe zu Oxalsäure darstellt. (Ein Teil der Ascorbinsäure wird zu Oxalsäure verstoffwechselt.) Dies kann Oxalatsteine verursachen.
Zum Ausgleich des Phosphorüberschusses verwendet man günstigerweise reine Calciumsupplemente, also Calciumcarbonat oder -citrat.
Calciumcarbonat sollte bei CNI bevorzugt werden, da es besser verwertet und vertragen wird.
Calciumcitrat sollte bei Struvitsteinen bevorzugt werden, da es als Säureregulator wirkt.
Bei an Struvit leidenden Katzen achtet man zusätzlich noch auf eine reduzierte Magnesiumgabe. Spirulina wird daher bei der natürlichen Supplementierung gemieden.

Eine reduzierte Salzgabe ist erforderlich. Ein Kalium zu Natriumverhältnis von 2,1 : 1 wird angestrebt.

Die Gabe von Pflanzenölen ist aufgrund des Gehaltes von Linolsäure, welche die Nieren belastet, umstritten.
Pflanzliche Fette können von Katzen nur in geringen Mengen verdaut werden. Fett ist aber zur Energiezufuhr notwendig, da der Energiebedarf über Eiweiß nicht vollständig gedeckt werden kann. Eiweiß kann im Katzenkörper nicht im gleichen Maße wie Fett gespeichert werden.
Zur Fettsupplementierung sollten daher ausschließlich tierische Fette, wie zum Beispiel Schweine- oder Gänseschmalz, herangezogen werden, falls im Fleisch zu wenig Fett enthalten ist.
Bei der Supplementierung von Weizenkeimöl als Lieferant von Vitamin E, welches Linolsäure enthält, muss man abwägen, ob man eventuell zu Vitamin E Tropfen oder Vitamin E Tabletten greift und das Weizenkeimöl nicht mehr gibt.

Mit der natürlichen Supplementierung und easy B.a.r.F./Kittywork ist es möglich, an CNI erkrankte Katzen zu ernähren.

Übrigens hält sich nach wie vor die Meinung, dass bei Nierenkrankheiten eine proteinarme Diät zu bevorzugen ist. Amerikanische Wissenschaftler sehen dies nicht mehr so, da tierische Proteine für Katzen essenziell sind und ein zu wenig an Proteinen viele Stoffwechselvorgänge im Körper negativ beeinträchtigen!

Zusammenfassung zur Ernährungsempfehlung bei Problemen mit Harntrakt und Nieren:

Einen lieben Dank an Lydia (Sybille Hoffmann) für Ihre freundliche Mitarbeit!