Katzen, Katze
WirKatzenKittenFotos & Kalender...BarfInfoKontaktLinksGästeSitemap

Liste von Supplementen

Hinweise zu Beginn

Für viele klingt es suspekt: natürliche Ernährung - künstliche Vitaminpräparate.
Hier kann man einen alternativen Weg wählen und anstelle der künstlich isolierten Vitamine, deren Bioverfügbarkeit umstritten ist, auch mit natürlichen Vitamin- und Mineralstoffquellen supplementieren. Hierbei ist es allerdings nicht ausreichend nur ein Präparat zu verwenden, sondern man muss einige Supplemente kombinieren, um eine ausgewogene Ernährung sicher zu stellen.
Einfacher geht es mit fertigen Vitaminpräparaten. Das Einfrieren dieser Präparate ist jedoch etwas umstritten. Es gibt kritische Stimmen die anmerken, das es beim Einfrieren zu chemischen Reaktionen kommen könnte. Uns liegen derzeit keinerlei negative oder positive Beweisstudien hierzu vor, inwieweit Einfrieren die Bioverfügbarkeit der Präparate beeinflusst.
Bei dubarfst wurden bisher keine negativen Erfahrungen mit dem Einfrieren von Präparaten gemacht.

"Fertige" Supplemente

easy B.a.r.F.
Einfach zu dosierende und katzengerechte Vitamin- und Mineralstoffmischung, garantiert frei von Menadion.
Es enthält etwas Natrium und Vitamin A.
Leber muss mit in den Rezepten verarbeitet werden, im Schnitt zwischen 2 - 4% des Gesamtfleischanteils.
Calcium, Fett und Taurin müssen ebenfalls hinzugefügt werden.
Man verwendet 1g easy B.a.r.F. auf 100g Fleisch.

Vitakalk bzw. Trixie Aufbaukalk
Beide Präparate sind Mineralstoffmischungen für Katzen, Hunde oder Frettchen, daher nicht ganz optimal für die Katze.
Pro Kilogramm Fleisch verwendet man ca. 12g des Vitaminpräparates.
In den Rezepten muss etwas Leber, ca. 3% des Gesamtfleischanteils verarbeitet werden.
Im Monat ist eine Lachsmahlzeit angebracht, um das fehlende Vitamin D auszugleichen.
Gelegentliches Hinzufügen von Weizenkeimöl oder Vitamin E Tropfen ist erforderlich für das fehlende Vitamin E im Präparat.
Knochen bzw. Knochenmehl sollten in den Rezepten nicht verwendet werden, da es schon reichlich Phosphor enthält.
Der Phosphorüberschuss muss mit zusätzlichem Calcium (Eierschale, Calciumcitrat oder -carbonat) ausgeglichen werden. Taurin und Fett müssen ebenfalls hinzugefügt werden.

ebi.vet Aufbaukalk
Vitamin- und Mineralstoffvormischung mit einer von Marienfelde Vitakalk bzw. Trixie Aufbaukalk abweichenden Zusammensetzung, jedoch frei von Menadion.

Nekton Cat-M / Catfortan
Beide Präparate sollten zusammen gegeben werden, wenn keine natürlichen Supplemente als Ausgleich verwendet werden. Ca. 10g Nekton Cat-M und 7,5g Catfortan auf 1kg Fleisch müssen zugesetzt werden. Schwierig zu dosieren und nicht ganz ausgewogen.
Enthält Vitamin C und Phosphor und ist daher wie auch Vitakalk / Trixie Aufbaukalk nicht für nierenkranke Katzen geeignet.
Weiterhin müssen Fett und Calcium hinzugefügt werden.
Bei Catfortan sind die Margen ab September 2008 frei von Menadion, bei Nekton Cat-M haben wir es nicht herausfinden können.

Instincts TC / Feline Future
Einfache Verwendung:
900g Fleisch (Muskelfleisch, Herzen, Mägen)
100g Leber
60g Instincts TC
zuzüglich Schmalz und Wasser
Es muss darauf geachtet werden, dass man unterschiedliche Fleischsorten verwendet (mal Rind, mal Huhn, mal Pute, mal Lamm etc.).
Hinweis: auffällig ist hier ein sehr hoher Leberanteil. Der Vitamin A Gehalt ist um ein vielfaches höher, als in den aktuellen Bedarfswerten.

Felini Complete
Fertigsupplement mit Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Taurin. Einfach auf 1 Kilo Fleisch 12,5g des Supplements und etwas Wasser hinzufügen.

Canina Cat-Tabs:
Vitaminvormischung und Hefen beinhalten diese Tabletten. Taurin, Phosphor und Calcium, etwas Leber sowie Ballaststoffe, Wasser und Fett müssen dem Futter dann noch hinzugegeben werden.

Aptus Multicat (Pirskatti)
Die Tabletten enthalten Vitamine, Spurenelemente und Mineralien. Dosierungsempfehlung des Herstellers: 1 Tablette pro 2kg Katzengewicht.

Supplemente der natürlichen Supplementierung

Vitamin D3:

Fisch
Tiefgekühlter Lachs (Salmo Salar) aus dem Supermarkt bringt gesunde Omega-Fettsäuren und Vitamin D in die Katze.
Alternative Vitamin D3 Lieferanten sind Sprotte und Forelle.

Vitamin D3 Tabletten
Wird Fisch im Futter nicht akzeptiert, kann man in der Apotheke Vitamin D3 Tabletten kaufen (z.B. Vigantoletten als 500 oder 1000 IE).

B-Vitamine:

Bierhefe
Ein gesundes Nebenprodukt aus der Bierherstellung. Enthält wertvolle B-Vitamine und essenzielle Aminosäuren.
Für nierenkranke Katzen nicht geeignet, da es Phosphor enthält.

Vitamin B-Komplex
Als Alternative zur Bierhefe kann ein Vitamin B Komplex, z.B. von Ratiopharm verwendet werden. Es enthält kein Phosphor.

Biotin
Einige Supplementehersteller und Vertreiber bieten Biotin (gut für Haut und Fell) auch separat an. Eine Überdosierung ist unschädlich - ein zu viel wird einfach ausgeschieden.
Dennoch müssen die anderen B-Vitamine auch "irgendwie" ins Futter.

Eisen:

Fortain
Wird hergestellt aus dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin von Schweinen. Es enthält viel Eisen.

Rinderblut
Anstelle Fortain kann natürlich Rinderblut verwendet werden, um den Eisengehalt zu decken.

Ferro Sanol Tropfen
Falls man nicht an Blut herankommt, Fortain von der Katze verweigert wird, kann man diese Tropfen aus der Apotheke versuchen.

Jod:

Seealgenmehl
Natürliches Meeresalgenprodukt, welches an der Küste Norwegens geerntet wird. Enthält wertvolles Jod.
Darf nicht bei Schilddrüsenüberfunktion angewendet werden.

Jodetten
Als Alternativen eignen sich Jod-Tabletten aus der Apotheke.

Magnesium:

Spirulina
Getrocknetes Algenpulver. Es enthält Magnesium, Linolensäure und ist ein leicht verdauliches Eiweiß.
Aufgrund des Anteils an Magnesium ist es nicht für nierenkranke Katzen oder struvitgeplagte Katzen zu verwenden.
Aufgrund der Linolensäure für Katzen mit Epilepsie nur bedingt geeignet.

Magnesiumgluconat
Anstelle Spirulina kann Magnesiumgluconat verwendet werden. Nicht bei Struvit geben.

Magnesium Citrat
Anstelle Spirulina kann Magnesium Citrat verwendet werden. Nicht bei Struvit geben.

Vitamin E:

Weizenkeimöl
Wertvoller Lieferant von Vitamin E. Bringt zusätzlich Linolsäure in das Rezept.
Umstritten bei der Verwendung bei Nierenkranken Katzen.

Vitamin E Tropfen:
Von Allcura gibt es Vitamin E Tropfen. Diese Tropfen stellen eine gute und preiswerte Alternative zu Weizenkeimöl dar, da die Nieren nicht zusätzlich belastet werden. Die Tropfen können Sie über die Apotheke oder das Internet beziehen.

Vitamin E Pulver:
Es gibt neben den Tropfen auch bei einigen Supplementeversendern Vitamin E in Form von Pulver.

Vitamin A:

Leber
Leber ist reich an Vitaminen und enthält viel Retinol.

Eigelb
Enthält viele Vitamine und Mineralien. Aufgrund des hohen Vitamin A Gehaltes muss der Anteil Leber reduziert werden, da man Vitamin A sonst leider schnell überdosiert.
Daher auch bei der Verfütterung von Küken das Eidotter ausdrücken.

Calciumsupplemente

Einige Vitaminpräparate enthalten schon Calcium und Phosphor.
Enthält ein Vitaminpräparat schon Phosphor, wie zum Beispiel Nekton / Catfortan, Vitakalk oder Trixie Aufbaukalk, muss nur noch das Ca/P-Verhältnis mit einem reinen Calciumpräparat korrigiert werden. In diesem Fall ist von der zusätzlichen Gabe von Knochenmehl abzusehen und es sollte nur etwas Eierschale, Calciumcarbonat oder -citrat verwendet werden.

Knochenmehl
Um fehlendes Phosphor und Calcium im Rezept auszugleichen, verwendet man Knochemehl, wenn keine Knochen im Rezept verarbeitet werden.
Nicht zu verwenden bei der Supplementierung mit Nekton / Catfortan, Vitakalk, Trixie Aufbaukalk oder Nierenkranken Katzen.
Es gibt unterschiedliche Knochenmehle. Katzen, die noch nicht den 12. Lebensmonat erreicht haben, haben einen erhöhten Calzium- und Phosphorbedarf. Knochenmehl ist hier empfehlenswert.

Dicalciumphosphat
Alternativ zum Knochenmehl kann man Dicalciumphosphat verwenden.

Eierschale
Eierschalen sind ein toller und natürlicher Calciumlieferant. Einfach aufheben, abspülen, gut trocknen und mörsern.
Die Schale eines Eis reicht für ungefähr 1kg Fleisch.

Calciumcarbonat
Besteht aus gefälltem Calcium, ist ein Salz der Kohlensäure. Man nimmt ungefähr 5g Calciumcarbonat auf 1kg Fleisch.

Calciumcitrat
Enthält weniger Calcium, ist ein Salz der Zitronensäure. Man benötigt daher ungefähr 9g Calciumcitrat auf 1kg Fleisch.

Muschelkalk
Man verwendet ca. 5g auf auf 1kg Fleisch.

Schmalz, Salz und Co.

Schmalz
Ist zu wenig Fett (Kalorien) im Rezept, muss ungewürztes Gänse- oder Schweineschmalz dem Fleisch hinzugefügt werden.
Schweineschmalz ist Gänseschmalz vorzuziehen, da die Fettsäurenbilanz bei Schweineschmalz besser ausgewogen ist.

Rinderfettpulver
Falls Schmalz nicht angenommen wird und das Fett im Fleisch nicht ausreichend ist, kann Rinderfettpulver verwendet werden. In 100g sind 80g Rinderfett, der Rest besteht aus Glucose (17g) und Protein.

Salz
Ca. 2 - 4g jodfreies, naturbelassenes Salz, wie z.B. Himalaya- oder Meersalz kommen auf 1kg Fleisch.
Ist notwendig für einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt.
Muss bei Nierenkrankheiten reduziert werden.

Wasser
Fleisch enthält nur noch ca. 60 - 70% Wasser. Die einzelnen Supplemente enthalten kaum Wasser. Daher muss dem Futter immer Wasser zugesetzt werden.

Dorschlebertran:
Wird häufig für die Supplementierung von Vitamin A anstelle von Leber verwendet. Problematisch wird hierbei oft der anschließend zu hohe Anteil an Vitamin D3, so dass es schnell zur Überdosierung kommt. (Finde ich nicht sehr empfehlenswert!)

Lachsöl
Pro 1kg Fleisch kann der Inhalt von ca. 2 Lachsölkapseln mit verarbeitet werden, um die Omegafettsäuren auszugleichen. Enthält kein Vitamin D und ist nicht mit echtem Lachs zu verwechseln. Das im Öl enthaltene Vitamin E dient lediglich zur Konservierung. Macht schönes Fell.

Nachtkerzenöl
Zwei mal im Jahr kann man während des Fellwechsels auf das Futter täglich 2 - 4 Tropfen geben.
Wird nur kurmäßig für ca. einen Monat angewendet. Ist nicht lange haltbar und gehört daher in den Kühlschrank.

Borretschöl:
Soll eine positive Wirkung auf Fell und Haut haben, sollte jedoch nicht an Tiere mit Epilepsie verabreicht werden, da es aufgrund des hohen Linolsäuregehalts Anfälle auslösen oder verstärken kann.

Grünlippmuschel:
Kann jährlich mehrfach kurmäßig über einen Zeitraum von mindestens acht Wochen verabreicht werden. Es soll sich positiv auf die Gelenke auswirken. Katzen erhalten nicht mehr als 0,5g am Tag.