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Hoher Fettgehalt von Rohfutter

Artikel wurde veröffentlicht in "dubarfst - das Barf-Magazin" Ausgabe 2/2008.

Rohfutter hat einen höheren Fettgehalt als die meisten Fertigfuttermittel, da dem Rohfutter keine oder nur sehr wenige Kohlenhydrate zugesetzt werden. Das hat nichts mit der Schmackhaftigkeit zu tun!
Sehr viele Barfer kämpfen übrigens mit dem Fettgehalt und ihrer Katze, weil die Katze nicht so will, wie der angehende Barfer will.

Kohlenhydrate spielen in der naturnahen Ernährung unserer Katzen kaum eine Rolle, da Beutetiere nicht oder nur zu einem extrem geringen Prozentsatz aus Kohlenhydraten bestehen. Wir erinnern uns an den berühmten Mageninhalt der Maus.
Die Katze ist ein fettliebender Karnivore. Katzen decken Ihren Energiebedarf viel effektiver über Fette, als über Kohlenhydrate.
In Trockenfutter sind sehr viele Kohlenhydrate in Forum von Getreide enthalten. Damit die Katze aus diesem Futter ihre benötigte Energie gewinnen kann, muss der Katzenkörper sich viel mehr anstrengen. Die Organe, wie z.B. Niere, Leber und auch der gesamte Verdauungstrakt werden viel stärker belastet.
Minderwertiges Dosenfutter hat vielleicht einen geringeren Fettgehalt. Dafür muss die Katze viel mehr davon fressen, um alle Nährstoffe und auch die notwendige Energie zu ziehen.
Die Energiegewinnung aus Proteinen oder aus Kohlenhydraten ist nicht so effektiv, wie die Energiegewinnung aus Fett.

Siehe hierzu "Ernährung von Hund und Katze", Case, Carey, Hirakawa, Seite 7, Tab. 1-1 Verdauungskoeffizienten und Faktoren.

Überlegen wir kurz:
Rohes Fleisch ist besser verdaulich, Nährstoffe und Mineralien sind schneller verfügbar. Die Futtermenge ist geringer, aber die Katze muss mit dem angebotenen Futter ihre Energie decken können. Es sind keine oder kaum Kohlenhydrate im Futter enthalten.

Von daher ist es logisch, dass Rohfutter fettreicher ist. Und wenn Fett dazu noch gute Fettsäuren liefert, welche positiv auf Haut und Fell einwirken, dann ist das doch ein durchaus positiver Nebeneffekt, den wir gerne in Kauf nehmen.