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Impfungen?

Impfungen

... sind ein immer wieder heiß diskutiertes Thema.

Eine Katze ist auch nur ein Säugetier, ähnlich wie der Mensch. Wenn beim Menschen nicht jährlich geimpft werden muss, warum sollte man es bei der Katze tun?

Wir wollen Sie darauf hinweisen, dass auf vielen Tierarztseiten nach wie vor das alte Impfschema abgedruckt ist. Immer wieder liest man, dass Seuche, Schnupfen und Tollwut jährlich zu impfen ist. Das ist medizinisch jedoch keineswegs gerechtfertigt, im Gegenteil, es kann gefährlich werden.

Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte hat im Jahr 2006 endlich reagiert und neue Empfehlungen in den "Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission Vet. für Katzen" herausgegeben.

Demnach ist gegen Seuche alle drei Jahre zu impfen, gegen Schnupfen alle zwei Jahre.

Gegen Tollwut sollte nur bei Ausstellungs-/Zuchtkatzen und bei Freigängern geimpft werden. Es gibt Tollwutimpfstoffe welche eine 4-Jahreszulassung haben. Bestehen Sie auf eine Impfung mit einem Impfstoff mit 4-Jahreszulassung.

Gegen Leukose sollte nur dann geimpft werden, wenn vorher ein Titer- bzw. Antigentest gemacht wurde. Achtung - dieser kann auch falsch-negativ sein, weshalb es ratsam ist, nicht nur einmal zu testen. Auch ein jährliches Nachimpfen garantiert nicht, dass eine Katze nicht an FeLV erkrankt. Eine Ansteckung ist besonders dann möglich, wenn ein gegen FeLV geimpfetes Tier mit einem Dauerausscheider zusammenlebt.

Eine der unnötigsten Impfungen ist die Impfung gegen FIP. Die Wirksamkeit ist umstritten und die Nebenwirkungen sind bekanntermaßen hoch. Die Impfung gegen FIP steht im Vedacht, einen Ausbruch von FIP zu begünstigen.

Durch die in vielen Impfstoffen enthaltenen Adjuvantien, also den Zusatzstoffe, kommt es immer wieder zu Fibrosarkomen, auch als Impfsarkom bekannt. Achten Sie daher möglichst auf adjuvansfreie Impfstoffe.

Eine pauschale Aussage über die Qualität von einzelnen Herstellern oder Impfstoffen kann an dieser Stelle nicht getroffen werden, da die Impfstoffe ständig geändert werden. Informieren Sie sich hierzu immer in Foren und suchen Sie das Gespräch mit anderen Katzenhaltern.

Tipp: Lassen Sie möglichst keine Kombiimpfungen geben, sondern immer Einzelimpfstoffe, die in unterschiedliche Körperregionen gespritzt werden (hinteres Bein links, hinteres Bein rechts, Brustbereich etc.). Am ungünstigsten ist die Impfung zwischen die Schulterblätter. Sollte es an dieser Stelle zu einem Impfsarkom kommen, ist dort nicht viel Gewebe, welches entfernt werden kann.
Daher sollte man nicht in den Schulterbereich spritzen, sondern immer Körperregionen, wo viel freies Gewebe vorhanden ist.

Weitere interessante Informationen erhalten Sie auf der Seite Haustierimpfungen von Monika Peichl und im Buch

Katzen impfen mit Verstand
Autor Monika Peichl
ISBN 978-3-9811259-2-4
(leider nicht mehr im Handel)

neu:
Haustiere impfen mit Verstand
Autor Monika Peichl
ISBN: 978-3-9811259-4-8

 

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